Page 179 - VivaGardea Blätterkatalog | Zaunsysteme 2025
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Hartholz
PRODUKTEIGENSCHAFTEN | HARTHOLZ 179
MERKMALE HARTHOLZ:
Wir beschreiben auf Seite 178 und 179 die gängigsten spezifischen Eigenschaften der Nadel- und Harthölzer. Weitergehende
Information bis auf die verschiedenen Holzarten „heruntergebrochen“ finden Sie in den Holzarten-Merkblättern des GD-Holz
(Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V.) im Internet abrufbar unter: www.holzvomfach.de/fachwissen-holz/holz-abc
RAUE STELLEN: TROCKENRISSE: WECHSEL-DREH-WUCHS:
Trotz sorgfältiger Bearbeitung mit modernsten Das Quellen und Schwinden findet im Holz Harthölzer neigen teilweise stärker zum
Maschinen lassen sich vereinzelte raue Stellen an nicht gleichmäßig statt. Dadurch können sogenannten Wechsel-Dreh-Wuchs. Es ist daher
der Holzoberfläche nicht vermeiden. sogenannte Trockenrisse entstehen. Sie besonders wichtig, dass die empfohlenen
Ins besondere bei Holzfasern, die gegen die beeinflussen in der Regel nicht die statischen Abstände zwischen den Auflagepunkten auf
Bearbeitungsrichtung verlaufen, z. B. um die Äste Eigenschaften und die Festigkeit des Holzes der Unterkonstruktion eingehalten werden,
herum. und sind daher zu tolerieren. damit das Holz „gehalten“ werden kann.
WACHSSCHUTZ: ÄSTE & FARBUNTERSCHIEDE:
Um das Hirnholz vor eindringender Feuchte auf Im Vergleich zum Nadel holz treten beim
den langen Transportwegen zu schützen, wird ein Hartholz nur vereinzelt Äste auf. Die Ge-
Wachsfilm jeweils auf die Brettenden aufge- brauchstauglichkeit muss gewährleistet sein,
tragen. Dieser ist vor der Verarbeitung mittels ansonsten sollte die Diele bei der Verlegung
Kappschnitt zu entfernen, um Wachseinläufe in aussortiert werden. Das Farbspiel unterstreicht
das Brett zu verhindern. Durch Wärmeeinwirkung die Natürlichkeit des Materials. Wie bei den
würde das ansonsten passieren und ist optisch Nadel hölzern bereits beschrieben (s. S. 178)
nicht schön. Wir empfehlen eine Nachbehandlung kann der Grund für Farbunterschiede auch in QUELLEN & SCHWINDEN:
mit unserem Hirnholzschutz (keine Wachsbasis). der Verpackung liegen.
Auch Harthölzer „arbeiten“. Durch unterschied-
lich starke Aufnahme und Abgabe von Feuchtig-
keit kann es unterschiedlichen Breitenquellungen
kommen. Hier sehen sie zwei unterschiedliche
Auswirkungen dazu. Auf Abb. 1 ist der Abstand
zwischen den Dielen zu klein gewählt worden.
Abb. 2 Breitenversatz ist nicht völlig vermeidbar,
aber durch fachgerechte Ausführung des Kopf-
stoßes (Abstand wie an seitlicher Längsfuge) fällt
es bei weitem nicht so auf.
WASSERFLECKEN & STÖCKERMARKIERUNGEN: AUSBLUTEN:
Die einzelnen Bretter werden im Exportland mit Durch Regen kann es bei Harthölzern über
Stapelleisten gestöckert. So ist das Holz belüftet. einen längeren Zeitraum zu Auswaschungen
Die Stapelleisten können sich etwas auf den der Holz inhaltsstoffe kommen, das sogenannte
Brettern markieren. Während des Transportes „Ausbluten“. Deshalb sollten angrenzende
kann es im Container zu Schwitzwasserbildung Bereiche vor Spritzwasser und ablaufendem
kommen. Wasser tropft dann von der Unterseite Wasser vom Holz geschützt werden.
des Containerdaches auf das Holz und sorgt Insbesondere auf Balkonen muss eine
für Wasser- und vereinzelt sogar Stockflecken. regulierte Entwässerung (z. B. über eine
Trotz sorgfältiger Verpackung lässt sich das nicht Regenrinne) erfolgen. Anderenfalls kann es zu PINHOLES:
völlig vermeiden. Das herabtropfende Wasser bräunlichen Verfärbungen durch die Inhalts- Hierbei handelt es sich um Fraß gänge kleiner
sorgt für Grau- und Schwarzverfärbungen stoffe an anderen Bauteilen kommen. Durch Insekten, die keinerlei Einfluss auf die
(Eisen-Gerbstoff-Reaktion) im Holz. Diese Flecken eine Pflegebehandlung mit einem Terrassenöl Dauerhaftigkeit oder Statik des Holzes haben.
sind rein optischer Natur und beeinflussen nicht kann das Ausbluten reduziert werden. Die Insekten sind nicht mehr aktiv.
die Dauerhaftigkeit. Durch UV-Einstrahlung Der Durch messer der Pinholes beträgt ca. 1 bis
werden die Flecken & Stöckermarkierungen mit 1,5 mm. Pinholes kommen z. B. bei Bangkirai
der Zeit verbleichen und sich anpassen. und vereinzelt bei Massaranduba vor.

